Weltwassertag 2026
Der Weltwassertag ist ein Gedenktag der Vereinten Nationen und findet seit 1992 jährlich am 22. März statt. Er feiert das Wasser und inspiriert zu Maßnahmen zur Bekämpfung der globalen Wasserkrise.
Der diesjährige internationale Weltwassertag steht unter dem Motto „Water and Gender“ (zu deutsch: Wasser und Geschlecht) und wir möchten das Thema aufgreifen und Frauen aus der Wasserwirtschaft und dem Umweltschutz dabei unterstützen, ihre Arbeiten für unsere Trinkwasserversorgung und eine saubere Umwelt sichtbar zu machen.
Im Rahmen der Kampagne durften wir inspirierende Interviews mit Frauen führen, die sich tagtäglich für den Schutz unseres Trinkwasser und unserer Umwelt einsetzen. Ihre Perspektiven zeigen, unser Trinkwasser braucht Aufmerksamkeit, Liebe und Schutz.
Wir wünschen euch viel Freude beim Lesen und lasst euch gerne inspirieren!
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für ihre Offenheit und ihre Arbeit.
„Deshalb ist es eine Aufgabe, sinnliche, kreative Zugänge zu schaffen, über Experimente, Bewegung,
Meditation oder Körperwahrnehmung, um Wasser als etwas Lebendiges erfahrbar zu machen.“Anoosh Sophie Werner, Wasserbotschafterin
Ich wünsche mir, dass wir stolz darauf sind, dass wir hierzulande einfach den Hahn aufdrehen und sauberes Wasser trinken können. Und dass wir dieses
Privileg nicht als gegeben hinnehmen, sondern aktiv schützen. Mein Traum: Dass öffentliche Trinkwasserbrunnen so normal werden wie Parkbänke.Manuela Weber, Umweltberaterin
Die Durchsetzung der zentralen Trinkwasserversorgung hatte eben auch das Ziel, wenn auch nur implizit formuliert, Frauen aus dem öffentlichen Raum zu vertreiben und eine bürgerliche, männlich bestimmte Ordnung zu manifestieren.
Dr. Katrin Korth, Stadtplanerin und Expertin für Wasser im städtischen Raum
Wir brauchen dringend eine konsequente Befolgung des Verursacherprinzips auf allen Ebenen: Wer Stoffe in Umlauf bringt, die Trinkwasser, Umwelt und potenziell die Gesundheit von Menschen gefährden, der muss dafür bezahlen.
Astrid Hackenesch-Rump, Pressesprecherin der Berliner Wasserbetriebe
Die Wertschätzung für das Wasser sollte nicht verschwinden – jeder sollte dazu beitragen, dass es sauber ist und bleibt und nicht verschwendet wird. Das beginnt auch schon damit, wie ich Wasser nutze und verschmutze – welche Waschmittel setze ich ein, welche und wieviele Medikamente nehme ich ein usw.
Sarah Arnold, Sachbearbeiterin Klimaschutz, Klimaanpassung
Ich würde mir wünschen, dass Leitungswasser noch stärker als das wahrgenommen wird, was es ist: ein sehr hochwertiges, nachhaltiges und jederzeit verfügbares Lebensmittel. Gerade im Vergleich zu Flaschenwasser spart es Verpackung, Transportwege und damit auch Emissionen.
Sophie Frenzel, Projektleiterin für die Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes
Obwohl Trinkwasser ein überlebenswichtiges Thema ist, fehlt den meisten Menschen diesbezüglich elementares Wissen – zum natürlichen Wasserkreislauf, zur Wasserversorgung und zum Ressourcenschutz. Es ist eine zentrale Herausforderung, Wissen zu vermitteln – und der Informationsflut und den Fakenews sachlich korrekte, Informationen entgegenzusetzen.
Mareike Roszinsky, Referentin Unternehmenskommunikation & Social Media (GELSENWASSER AG)
Unsere Branche ist leider recht unsichtbar und es besteht kaum Wissen in der breiten Bevölkerung mit dem richten Umgang mit Wasser. Ich mache leider immer wieder die Erfahrung, dass unser Trinkwasser hier nicht als sicher angesehen wird. Ich reise recht viel und jedes Mal wird einem dabei noch bewusster, was für ein Privileg wir hier haben Wasser einfach aus dem Hahn trinken zu können – sicher und ohne Chlor Geschmack.
Ann-Kathrin Burmann, Bauingenieurin für Urbane Infrastrukturplanung / BIM-Managerin
Ich wünsche mir, dass die Bevölkerung unsere hochwertiges Trinkwasser schätzt und unsere Bemühungen anerkennt, damit unser Leitungswasser bedenkenlos getrunken werden kann. Das gilt sowohl für das Leitungswasser zu Hause, wie auch für die öffentlichen Trinkbrunnen.
Ines Bethge, Projektmanagerin Wasserwirtschaft
Unsere Buchempfehlungen zum Weltwassertag
Im Buch analysiert Vandana Shiva die globale Wasserkrise, ihre Ursachen und Folgen. Sie kritisiert die Privatisierung und Kommerzialisierung von Wasser durch Konzerne, die Wasser als Handelsware statt als Menschenrecht behandeln. Das Buch warnt vor ökologischen Gefahren und fordert einen gerechten Zugang.
Der vielschichtige Roman verwebt über Jahrhunderte und Orte hinweg drei Schicksale durch das verbindende Element Wasser. Die Geschichte handelt von dem jesidischen Mädchen Narinn, der Hydrologin Zaleekhah und dem Jungen Arthur.
Das Buch erzählt die kraftvolle Geschichte der indigenen Aktivistinnen Josephine Mandamin und Autumn Peltier, die sich für den Wasserschutz und indigene Rechte einsetzen.