Interview mit Ann-Kathrin Burmann

Ann-Kathin Burmanns berufliche Laufbahn begann mit einem dualen Studium bei den Berliner Wasserbetrieben im Bereich Hochbau. Anschließend war sie rund zehn Jahre in der Planung von Kläranlagen tätig und begleitete Projekte durch verschiedene Reinigungsstufen. Heute arbeitet sie als BIM-Managerin und Gesamtkoordinatorin im Wasser- und Abwasserbereich und betreut innovative Bauprojekte wie den Neubau der Ozonung am Klärwerk Münchehofe oder das Wasserwerk Stolpe. Darüber hinaus engagiert sie sich in Fachgremien, unter anderem bei der DWA und BIM Deutschland.

Auch privat spielt Wasser eine zentrale Rolle in ihrem Leben: Als aktive Wassersportlerin setzt sie sich dafür ein, dass Gewässer sauber bleiben.

Foto: Yves Suckdorff

Warum findest Du das Thema sauberes Trinkwasser so wichtig?

Weil es die wichtigste Ressource auf unserem Planeten ist. Ohne Wasser kein Leben.

Welche Herausforderungen begegnen Dir in diesem Handlungsfeld?

Dass unsere Branche leider recht unsichtbar ist und kaum Wissen in der breiten Bevölkerung mit dem richten Umgang mit Wasser besteht. Ich mache leider immer wieder die Erfahrung, dass unser Trinkwasser hier nicht als sicher angesehen wird. Ich reise recht viel und jedes Mal wird einem dabei noch bewusster was für ein Privileg wir hier haben Wasser einfach aus dem Hahn trinken zu können – sicher und ohne Chlor Geschmack.

Was wünschst Du Dir in Bezug auf Trinkwasser?

Dass Menschen mehr Leistungswasser trinken in den Ländern, wo es möglich ist und die Zweifel hierzulande und auch in unseren Nachbarländern weniger werden. Weiterhin bessere Aufklärung in Bezug auf Wasser/Abwasser.

Was muss sich Deiner Meinung nach ändern oder sollte weiterhin sicher gestellt werden, damit unser Trinkwasser auch in Zukunft seine hohe Qualität behält? Aufklärung bei der Bevölkerung, aber auch das Einschreiten von Politik in Bezug auf Einschränkungen oder Verbote bzw. Beteiligung an Kosten. Mit der neuen KARL wurde hier ein Meilenstein gesetzt. Auf die Umsetzung bezüglich Beteiligung der Kosten der Industrie bin ich gespannt. Ich würde auch ähnlich wie die Lebensmittelampel eine Umwelttoxizitätsampel für Arztneimittel und Kosmetika spannend finden.