Studie vergleicht CO2-Fußabdruck von Flaschen- und Leitungswasser

Wir könnten 1,5 mal so viel CO2 einsparen wie jährlich durch den innerdeutschen Flugverkehr produziert wird!

Wir haben Anfang 2020 eine Studie bei GUTcert in Auftrag gegeben, um herauszufinden, wie viel CO2 wir einsparen könnten durch den Umstieg von Flaschen- auf Leitungswasser. Das ist einiges! 

GUTcert ist alle Prozessschritte durchgegangen, um die spezifischen Treibhausgasemissionen unterschiedlicher Wässer entlang des gesamten Lebenswegs zu erfassen (from cradle to grave). (s. Abb.)

Es fällt bereits auf den ersten Blick auf, dass bei Mineralwasser viel mehr Schritte nötig sind als bei Trinkwasser aus dem Hahn. Nach der detaillierten Berechnung der CO2-Emissionen schneidet Leitungswasser somit auch um ein Vielfaches besser ab als Mineralwasser. 586fach, um genau zu sein.

Wenn man das auf den gesamten Konsum von Mineralwasser hochrechnet, könnten wir in Deutschland drei Millionen Tonnen CO2 einsparen pro Jahr. Das ist 1,5 mal so viel, wie durch den innerdeutschen Flugverkehr entsteht!

Der mittlere, gewichtete Gesamtemissionsfaktor von Mineralwasser beträgt 202,74 g CO2-Äquivalente pro Liter, der von Leitungswasser 0,35 g CO2-Äquivalente pro Liter. Die Studie spricht von CO2-Äquivalenten, da auf dem Lebensweg auch andere Treibhausgase entstehen, die in CO2 umgerechnet wurden. Das bedeutet, dass für den betrachteten Lebensweg von Mineralwasser die 586-fachen Emissionen anzusetzen sind, wie für den von Trinkwasser. Betrachtet man also die Differenz zwischen Trink- und Mineralwasser (202,39 g CO2-Äquivalente pro Liter) und rechnet diese hoch auf den jährlichen Flaschenwasserkonsum der Deutschen (aktuell 181,4 l) und die 1 Einwohnerzahl (83.020000 ) wird klar: Es geht hier um drei Millionen Tonnen CO2. Das ist in 2 etwa 1,5 mal die Menge, die der innerdeutsche Flugverkehr verursacht.

Zur Studie von GUTcert: Vergleich des CO2-Fußabdrucks von Mineral- und Trinkwasser