Kinderschutzkonzept
Selbstverständnis
Der Schutz von Kindern hat für unseren Verein oberste Priorität. In unserer Bildungsarbeit verpflichten wir uns zu einem respektvollen, achtsamen und sicheren Umgang mit allen Kindern und Jugendlichen. Dieses Kinderschutzkonzept stellt eine grundlegende Orientierung dar und wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.
Geltungsbereich
Dieses Konzept gilt für:
- alle Bildungsreferent*innen, die im Auftrag unseres Vereins mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt treten
- alle Workshops und Bildungsangebote unseres Vereins
- insbesondere für Angebote mit Schulklassen sowie in Kindertageseinrichtungen
Aufsicht und Verantwortung
Während unserer Bildungseinsätze in Kitas und Schulen liegt die Aufsichtspflicht jederzeit bei den anwesenden pädagogischen Fachkräften der jeweiligen Einrichtung. Externe Bildungsreferent*innen übernehmen in Bildungseinrichtungen keine alleinige Aufsicht über Kinder. Es finden keine Einzelsettings zwischen Referent*innen und Kindern statt.
Personelle Voraussetzungen
- Alle Personen, die im Auftrag unseres Vereins mit Kindern arbeiten, legen ein erweitertes Führungszeugnis vor, das regelmäßig geprüft und erneuert wird.
- Vor jedem Einsatz erfolgt eine klare Absprache mit der jeweiligen Bildungseinrichtung zu Rollen, Abläufen und Zuständigkeiten.
- Unsere Referent*innen beraten sich regelmäig über einen sicheren, respektvollen und gewaltfreien Umgang mit Kindern.
Pädagogische Haltung, Partizipation und Vielfalt
Unsere Bildungsarbeit orientiert sich an folgenden Grundsätzen:
- respektvolle und wertschätzende Kommunikation
- altersgerechte Ansprache und Methoden
- Sensibilität für emotionale Sicherheit
- Vermeidung von Überforderung, Bloßstellung oder Druck
- Wahrung persönlicher Grenzen der Kinder
- kulturelle Sensibilität sowie die Berücksichtigung unterschiedlicher Lebensrealitäten und Erfahrungen der Kinder
Kinder werden aktiv in die Workshop-Abläufe eingebunden und zur Partizipation ermutigt. Ein zentrales Element unserer Arbeit ist das gemeinsame Philosophieren, das Kindern ermöglicht, ihre Erfahrungen, Meinungen und Gefühle auszudrücken.
Nähe und Distanz
- Körperkontakt erfolgt ausschließlich, wenn er pädagogisch notwendig ist und vom Kind eindeutig gewünscht wird.
- Fotos, Videos oder Tonaufnahmen von Kindern werden nur nach vorheriger Information und mit schriftlicher Einwilligung der Erziehungsberechtigten angefertigt.
- Private Kontakte oder Kommunikation mit Kindern außerhalb der Workshops finden nicht statt.
Materialien, Inhalte und Schutz vor Belastung
Unsere Materialien und Aktivitäten sind so gestaltet, dass sie Kinder in einer sicheren, respektvollen und nicht belastenden Umgebung fördern. Es werden keine Inhalte vermittelt, die potenziell schädlich oder traumatisierend sein könnten. Dabei berücksichtigen wir, dass bestimmte Themen – z. B. Wasser – bei einzelnen Kindern auch mit belastenden oder traumatischen Erfahrungen verbunden sein können. Auf entsprechende Sensibilitäten wird Rücksicht genommen.
Darüber hinaus achten wir darauf, dass:
- verwendete Materialien und Produkte gesundheitlich unbedenklich sind
- sie möglichst unter fairen Arbeitsbedingungen und unter Einhaltung von Umweltstandards hergestellt wurden
- Gestaltung und Materialwahl den gesetzlichen Vorgaben für Kindertageseinrichtungen entsprechen
Umgang mit Auffälligkeiten und Grenzverletzungen
- Beobachtete Auffälligkeiten, Grenzverletzungen oder Bedenken werden unverzüglich an die zuständigen pädagogischen Fachkräfte der Bildungseinrichtung gemeldet. Die weitere Einschätzung und das Vorgehen liegen bei der jeweiligen Einrichtung bzw. deren Träger.
Kinderschutzbeauftragte und Weiterentwicklung
Unser Verein hat Maren Sommer als Kinderschutzbeauftragte benannt.
Diese hat derzeit noch keine formale Kinderschutzschulung absolviert.